Tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt, in der jahrzehntelange berühmte Geschichten im zeitlosen Art-Déco-Stil zum Leben erwachen – einem Stil, der bis heute die Geschichte des Prager Luxus schreibt.

Eine lebende Legende im Herzen von Prag

Unsere Geschichte begann im Jahr 1932. Damals öffneten sich dank der kühnen Vision des Gründers und Architekten Alois Krofta die Tore des Hotels Alcron – der ikonischen „Grande Dame“ der Prager Hotellerie, die von Anfang an ein Symbol für Luxus von Weltklasse war.

Hier wurde Geschichte geschrieben: Die glanzvollsten Stars der Leinwand, Jazzlegenden und Staatsmänner aus aller Welt gaben sich hier die Klinke in die Hand. Wir haben den Glanz der Ersten Republik erlebt, die stürmischen Momente des Krieges, die Jahre der Spionage während des Kalten Krieges sowie die freudige Rückkehr der Freiheit.

Ein Visionär mit einem kühnen Traum

Die Geschichte unseres Hotels ist untrennbar mit der Person des Architekten und Baumeisters Ing. Alois Krofta verbunden, einem der bedeutendsten Pioniere der tschechoslowakischen Zwischenkriegsarchitektur. Krofta besaß die außergewöhnliche Gabe, in Prag einen Rohdiamanten zu sehen, und scheute das Risiko selbst in Zeiten der Nachkriegskrise nicht. Als Erster in Prag setzte er beim Bau moderne Turmdrehkrane ein, hauchte dem neuen Viertel rund um die Flora Leben ein und erarbeitete sich nach und nach den Ruf eines Baumeisters, dessen Projekte originell, präzise und technisch absolut zuverlässig waren.
Sein Lebenswerk und größter Triumph war die Entscheidung, Prag ein Hotel von Weltklasse zu schenken, um den damals schlechten Ruf der Hauptstadt im Bereich der Unterbringung internationaler Gäste aufzubessern. So eröffnete er 1932 ein Luxushotel im Art-Déco-Stil, dessen Namen er aus den Anfangsbuchstaben seines eigenen Namens zusammensetzte – ALois KROfta – inspiriert durch das sagenumwobene griechische Schiff Alcron. Das Hotel war eine sofortige Sensation und der technologische Höhepunkt seiner Zeit; es verfügte über eigene Notstromaggregate, Tiefgaragen mit Tankstelle und ein fortschrittliches Signalsystem zur Herbeirufung des Personals.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und dem anschließenden kommunistischen Regime im Jahr 1948 endete jedoch die Idylle, und Krofta war gezwungen, die Enteignung seines geliebten Lebenswerks mitanzusehen. Gemeinsam mit dem Hotel erlebte er eine romanhafte Geschichte voller Wendepunkte – auch an der Seite seiner ersten Frau Olga, die sich über den Widerstand und die Emigration schließlich zur weltweit ersten Reederin von Riesentankern emporarbeitete. Obwohl Alois Krofta 1958 mit gebrochenem Herzen starb, bleibt sein Sinn für Innovation und absolute Exklusivität das feste Fundament, auf dem das Almanac X Prague bis heute aufbaut.

Schicksalhafte Momente, die die Stärke einer Ikone prüften

Die Geschichte unseres Hotels spiegelte schon immer getreu das Schicksal Prags selbst wider. Als 1939 der Zweite Weltkrieg Europa erschütterte, musste das Alcron seine erste große Bewährungsprobe bestehen. Alois Krofta war gezwungen, die tägliche Leitung des Hotels in fremde Hände zu geben, um dessen bloße Existenz zu schützen, während sich seine Frau Olga mutig im antinazistischen Widerstand engagierte. Es war eine Zeit voller Spannungen, die auch ihr Privatleben zeichnete.

Der nächste einschneidende Wendepunkt kam im Jahr 1948 mit der anschließenden Verstaatlichung. Das Hotel ging in staatliche Verwaltung über, was für Alois Krofta, der sein ganzes Herzblut und seine Vision in das Haus gesteckt hatte, das Ende einer persönlichen Ära bedeutete.

Doch selbst in diesen Jahrzehnten bewahrte das Hotel seinen Stolz. Die Seiten des damaligen Gästebuches füllten sich zwar statt mit den Unterschriften weltbekannter Maharadschas nun mit denen offizieller Delegationen, aber die edle Art-Déco-Seele des Alcron wartete im Stillen auf den Moment, in dem sie wieder in vollem Glanz erstrahlen konnte.

In die Hotelwände eingeschriebene Geschichten

Die Sechzigerjahre und die Zeit des Prager Frühlings hauchten dem Hotel neues Leben und einen Hauch internationaler Freiheit ein. Das Alcron wurde zu einem beliebten Zufluchtsort für weltweite Kulturikonen und zur inoffiziellen Zentrale renommierter westlicher Medien wie der New York Times, dem Boston Globe oder Associated Press. Die Jazzlegenden Louis Armstrong und Ella Fitzgerald fanden hier ihre Bleibe. Ein regelmäßiger Gast war auch der berühmte Regisseur Miloš Forman, der an der Hotelbar Inspiration aus den Schicksalen der damaligen Gäste schöpfte – genau hier entstand die Idee für seinen weltberühmten Film Die Lieben einer Blondine, inspiriert von dem bewegten Leben eines schönen Mädchens aus Zruč, das an der Bar ihr Glück suchte.

Die dramatischste Nacht brach jedoch am 20. August 1968 an, als Auslandskorrespondenten wie gewohnt bei einem Drink debattierten. Gegen Mitternacht durchschnitt das Dröhnen von Flugzeugen die ruhige Nacht. Während in einem der Zimmer der britische Schriftsteller Graham Greene schlief, erkannte der tschechischsprachige Reporter Petr Rehak von Associated Press sofort den Ernst der Lage. Er eilte zur Rezeption und sendete über das Fernschreiben des Hotels die allererste Eilmeldung in die Welt, dass die Tschechoslowakei von den Truppen des Warschauer Paktes okkupiert wird. Im darauffolgenden Chaos musste auch die legendäre amerikanische Schauspielerin Shirley Temple Black überstürzt aus dem Hotel evakuiert werden, die ein Auto der Botschaft nach München brachte – das Schicksal wollte es jedoch, dass sie 1989 als Botschafterin der USA nach Prag zurückkehrte.

Zum Gedenken an diesen geschichtsträchtigen Abend wurde an der Hotelbar eine außergewöhnliche Tradition geboren, die viele Jahre überdauerte. Ausländische Journalisten veranstalteten hier regelmäßig an jedem Einundzwanzigsten des Monats das sogenannte „Charterflug-nach-Dubrovnik-Dinner“. Sie versammelten sich an einem Tisch, speisten gemeinsam und hielten so das besondere berufliche und menschliche Band lebendig, das sie mit dem Hotel verband. Dieses starke Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Respekt vor Ritualen waren damals so tief im gesamten Hotel verwurzelt, dass laut Zeitzeugen selbst das britische Empire vor Neid hätte erblassen können.

Diese Ära hatte jedoch auch eine Kehrseite, die an einen Spionagefilm erinnert. Als nach dem Sturz des Regimes die Archive der kommunistischen Staatssicherheit (StB) geöffnet wurden, stellte sich heraus, dass das Hotel und sein Personal unter ständigem Druck gestanden hatten. Über die Journalisten selbst führte die Geheimpolizei Akten, die mehr als tausend Seiten umfassten. Für die Überwachung der Gäste im Alcron erfand die StB sogar eine einzigartige Abhöreinrichtung, die direkt in die Aschenbecher eingebaut war und in den Geheimakten den Codenamen „Alcron“ trug.

Marmortreppe von oben gesehen, mit goldfarbenem Geländer und mehreren Podesten auf verschiedenen Ebenen.

Ein neuer Anfang

Der Sturz des kommunistischen Regimes im Jahr 1989 brachte dem Land die lang ersehnte Freiheit und bedeutete für unser Hotel den Beginn einer neuen, glanzvollen Ära. Die Nachkommen des Gründers Alois Krofta machten in den wilden Neunzigerjahren ihren Restitutionsanspruch geltend, und das Hotel, das zu jener Zeit dringend einer umfassenden Sanierung bedurfte, wurde anschließend verkauft. Ende der 90er Jahre begann unter den Fittichen des Familienunternehmens WSF Group die glorreiche Rückkehr an die absolute Spitze der Prager Hotelszene.
Mit großem Prunk kehrte der Sternenstaub in die Hotelzimmer und Korridore zurück. Als die größten Weltstars in dieser Ära nach Prag reisten, führten ihre Wege genau zu uns. Wir beherbergten den Hollywood-Schauspieler John Malkovich, die Rocklegenden Lou Reed und Nick Cave, die Pop-Ikone Cher sowie Henri, den Großherzog von Luxemburg.
Neben der Beherbergung der Weltelite schrieb das Hotel auch in der Gastronomie Geschichte. Kühne Visionen sowie die Einführung internationaler Standards und moderner kulinarischer Trends machten unser Restaurant Alcron zu einem legendären Begriff. Dieser langjährige Weg zur kulinarischen Perfektion wurde im Jahr 2017 mit dem Erhalt eines prestigeträchtigen Michelin-Sterns offiziell gekrönt. Die ikonische „Grande Dame“ bewies damit der ganzen Welt, dass ihre Eleganz und Exklusivität unvergänglich sind.

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Moderne Hotellobby mit Marmorböden, grünen Säulen, abstrakter Wandkunst, roten Sitzgelegenheiten, einem Sofa mit Kissen und einer Person an der Rezeption.

Tradition im modernen Gewand

Im März 2023 begann ein neues Kapitel in der Chronik unseres Hotels. Unter der Leitung des Familienunternehmens Almanac Hotels, das die Immobilie bereits seit 1995 besitzt, wurde das ehemalige Hotel Alcron einer umfassenden, äußerst feinfühligen Renovierung unterzogen und präsentierte sich der Welt mit einem neuen Konzept als Almanac X Alcron Prague. Das Ziel war es nicht, die Geschichte auszulöschen, sondern sie im Gegenteil mit tiefem Respekt zu zelebrieren und ihre unvergleichliche Atmosphäre ins einundzwanzigste Jahrhundert zu übertragen.
Für das einzigartige Interieur-Design zeichnete das spanische Kreativstudio Tres Cinco Uno in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Marani Studio verantwortlich. Die Architekten ließen sich von idyllischen Spaziergängen entlang des Moldauufers und der unverwechselbaren Architektur der magischen Altstadt inspirieren. Das Ergebnis ist ein elegantes, minimalistisches Design, in dem historische Elemente nahtlos mit einem modernen, schicken Stil verschmelzen.
Zudem blieb das historische Herz des Hotels unberührt. In der Lobby und im Restaurant wurden die ursprünglichen, kostbaren Holzvertäfelungen, die Marmordetails sowie der historische Kamin bewahrt. Durch das Entfernen einer Trennwand hat der Raum zudem sein ursprüngliches, natürliches Tageslicht zurückgewonnen. Eine außergewöhnliche Verwandlung erlebte auch die Alcron Bar, deren Art-Déco-Design heute eine direkte Hommage an die Musen und starken Frauen der Ära der Ersten Republik ist.

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